Der Schussablauf nach DSB

Beim Bogenschießen ist der gesamte Körper unter Anspannung. Neben der Körperbeherrschung ist auch eine gute
Kondition gefragt. Ziehen, Zielen und Lösen sind keine getrennten Einheiten, sondern ein simultanes Zusammenspiel, das
sich in drei Hauptphasen gliedert: die Vorarbeit, die Schussphase und das Nachhalten.

1. Vorarbeit

  •  Die Füße stehen schulterbreit parallel zur Schießlinie, das Gewicht ist gleichmäßig auf beide Füße verteilt
  • Die Bogenhand wird in der Griffschale positioniert
  • Die Zugfinger fassen gleichmäßig die Sehne: Zeigefinger über,Mittel- und Ringfinger unter dem Pfeil;
    die Sehne liegt in der Kerbe des ersten Fingerglieds
  • Mit einem leichten Zug wird die Sehne vorgespannt
  • Die Zughand wird gestreckt und liegt in einer Linie zum Unterarm
  • Körperhaltung fixieren, Schulter bewusst tief halten
  • Zughand unter dem Kinn positionieren; Kopf- und Körperhaltung bleiben aufrecht und gerade
  • Ankern: Handoberkante (Zeigefinger) liegt fest unter dem Kieferknochen, senkrechter Handrücken und Zugfinger
    sind so gut wie möglich entspannt; die Sehne berührt das Kinn und die Nasenmitte
  • Beginn visieren, nachdem die Verankerung stimmt: Das Visier soll in der Zielmitte stehen
  • Zug in den Rücken und damit die Spannung laufend erhöhen.

2. Schussphase

  •  Mit einer geringen Fortsetzung des Zugwegs werden die Finger  entspannt (Lösen) und halten dabei Kontakt zum Hals.
  •  Darauf achten das sich die Begenhand beim Abschuß nicht ruckartig schliesst.

3. Nachhalten

Der Schuss ist erst dann zu Ende, wenn der Pfeil in der Scheibe eingeschlagen ist. Zum Nachhalten gehören:
  •  Die Zughand gleitet eng am Hals nach hinten
  •  Der Bogenarm bleibt in Schusshaltung
  •  Die Körperspannung bleibt erhalten
  •  Der Kopf bleibt aufrecht

Quelle : Diese Darstellung des Schussablaufs ist aus der frei verfügbaren Infothek des DSB zur Schulkooperation.

https://www.dsb.de/infothek/publikationen/

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